SVN - Kerpen 3:3 -Spielberichte
Dienstag, den 25. Mai 2010 um 07:27 Uhr
Quelle: Kölnische Rundschau
SV Nierfeld löst Ticket zum Aufstiegskrimi
Von MARKUS BRACKHAGEN, 24.05.10, 23:00h
Landesliga.SV SW Nierfeld - Blau-Weiß Kerpen 3:3 (0:1). In einer Partie, die an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten war, hielten die Platzherren durch das...
FUSSBALL. Landesliga. SV SW Nierfeld - Blau-Weiß Kerpen 3:3 (0:1). In einer Partie, die an Spannung und Dramatik nicht mehr zu überbieten war, hielten die Platzherren durch das Unentschieden ihre Minimalchance auf den Aufstieg am Leben.Am kommenden Sonntag kommt es nun zu zwei Partien, die über den zweiten Aufsteiger neben dem SV Rott entscheiden werden. Die Nierfelder brauchen zuhause gegen Richterich auf jeden Fall einen Dreier, um den Sprung in die Mittelrheinliga zu schaffen. Das eigene Resultat würde allerdings zur Makulatur, sollte der ETSC in Bergheim mindestens einen Zähler holen: Dann dürften die Kreisstädter feiern.
Dass es überhaupt zu einem Krimi am letzten Spieltag kommt, stand vor knapp 400 Zuschauern lange Zeit in Frage. Denn die Gäste, für die es im Tabellenmittelfeld um Nichts mehr geht, erwiesen sich als äußerst engagiert und hartnäckig. Schon in der achten Minute zog Drosdziok aus der Distanz einfach mal ab und ließ Keeper Dirk Scheer, sonst die Zuverlässigkeit in Person, schlecht aussehen. „Dirk hat eine ganz tolle Saison gespielt und in einem so wichtigen Spiel patzt er gleich mehrfach“, zeigte sich Coach Achim Züll arg verstimmt. Der Keeper sollte später allerdings noch die Gelegenheit bekommen, seinen schlimmen Patzer auszubügeln.
Zunächst aber sanken die Aussichten der Einheimischen weiter in den Keller, als nach dem Wechsel erneut Drosdziok zur Stelle war und auf 2:0 erhöhte (52.). Nachdem Dederichs (SVN) und Erdmann (Kerpen) vorzeitig duschen gehen mussten, war es aus Nierfelder Sicht extrem wichtig, dass man den Rückstand schnell verkürzen konnte. Das Rückspiel eines Kerpeners zu seinem Torwart hatte einen indirekten Freistoß im Strafraum zur Folge, den Kotter in Zusammenarbeit mit Kuzmanovic vollstreckte (60.).
Die Gastgeber versuchten zwar in der Folge verzweifelt, den Ausgleich zu erzielen, doch bis in die Nachspielzeit gelang kein weiterer Treffer, was das Ende aller Träume bedeutet hätte. Dann aber stand Unglücksrabe Scheer bei einer Ecke goldrichtig und markierte das 2:2, welches keine 60 Sekunden Bestand hatte. Weitz brachte Kerpen erneut in Front, doch Kapitän Pierre Winkler sorgte mit seinem Volleyschuss zum 3:3 für ein furioses Finale.
Nierfeld: Scheer, Schnitzer (46. Rawicki), Müller, Peiffer, Löher (58. Dederichs), Winkler, B. Jansen, Georgi, Kotter, Kuzmanovic (85. Önal), M. Jansen.
Quelle: KSTA.de
So turbulent wie torreich
Von Otmar Reetz, 24.05.10, 21:59h
In der Fußball-Landesliga wahrt Nierfeld durch ein 3:3 gegen den SV Blau-Weiß Kerpen seine Aufstiegschance. Der Ausgleichstreffer fällt für den SVN erst in der Nachspielzeit.
Kreis Euskirchen - SV Nierfeld - SV Blau-Weiß Kerpen 3:3 (0:1). „Das war total verrückt“, sprudelte es aus Achim Züll, dem Trainer des Fußball-Landesligisten SV Nierfeld (Staffel 2), nach dem Abpfiff heraus. Er hatte gemeinsam mit den zahlreichen SVN-Anhängern eine rasante Nachspielzeit erlebt, die kaum noch zu toppen sein dürfte. In der letzten Minute der regulären Spielzeit hatte der Schiedsrichter angezeigt, dass er noch vier Minuten nachspielen lassen würde. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste aus Kerpen mit 2:1 und die anwesenden Spieler des Euskirchener TSC freuten sich bereits über den vorzeitigen Aufstieg in die Mittelrheinliga.ETSC hofft vergebens
Doch wollten sich die Nierfelder noch nicht geschlagen geben und drängten weiter auf den Ausgleich. Kurioserweise war es dann der aus seinem Kasten nach vorne geeilte SVN-Torwart Dirk Scheer, der nach einem Lattenabpraller goldrichtig stand und den Ball zum 2:2 über die Linie schob. Nierfeld stürmte in der Folge weiter und Keeper Scheer wäre dabei beinahe sogar das 3:2 gelungen, doch wurde sein Schuss zur sicheren Beute des BW-Torhüters. Bei dem folgenden Gegenangriff war Scheer sich mit seinen Vorderleuten nicht einig, worauf Kerpen erneut in Führung ging. Die Gastgeber schlugen darauf die Bälle nur noch weit nach vorn. Einer dieser langen Bälle landete schließlich bei Pierre Winkler, der mit einem sehenswerten Volleyschuss aus halbrechter Position noch das kaum mehr für möglich gehaltene 3:3 für Nierfeld erzielte.
Allerdings gab es vor dieser äußerst spannenden Schlussphase auch einige Längen und Schwächen im Spiel - vor allem im ersten Durchgang. Nach druckvollen fünf Minuten lief bei den Nierfeldern zunächst nur noch wenig zusammen. BW Kerpen ging hingegen bei einem seiner wenigen Vorstöße durch einen eigentlich haltbaren Weitschuss von Drosdziok mit 1:0 in Führung. Der gleiche Spieler baute darauf den Vorsprung der Gäste mit seinem zweiten Tor weiter aus. Dabei hatten es dem Kerpener seine inkonsequenten Nierfelder Gegenspieler in beiden Szenen relativ leicht gemacht. In der 59. Minute begann eine erneute, diesmal aber zehnminütige Drangperiode der Nierfelder, in welcher sich Kerpens Torwart Gierens mehrfach auszeichnen konnte. Lediglich beim Freistoß von David Kotter, der zum Nierfelder Anschlusstor führte, war er machtlos. Bei einer turbulenten Situation vor dem Kerpener Tor hatte der Nierfelder Florian Dederichs die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit (72.) gesehen. Nur fünf Minuten später folgte ihm der Kerpener Erdmann, der wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte sah. Bis zum Ende der regulären Spielzeit blieb das Anrennen der Gastgeber dann zwar wirkungslos, doch wurden die Bemühungen in der Nachspielzeit dann doch noch durch den späten und verdienten Ausgleich belohnt.
Selbst wenn Nierfeld nun zum Abschluss gegen Richterich gewinnen sollte, reicht dem ETSC im letzten Spiel bei Hilal Maroc Bergheim ein Remis zum Aufstieg in die Mittelrheinliga.
SV Nierfeld: Scheer, Schnitzer (46. Rawicki), Löher (60. Dederichs), Müller, Peiffer, Winkler, Bernd Jansen, Georgi, Kotter, Kuzmanovic (83. Önal), Michael Jansen.
Tore: 0:1 (8.) Drosdziok, 0:2 (52.) Drosdziok, 1:2 (60.) Kotter, 2:2 (90.+1) Scheer, 2:3 (90+3) Ciolek, 3:3 (90.+5) Winkler.















