SVN zu Gast in Freialdenhoven
Freitag, den 04. November 2011 um 14:55 Uhr
"Scheer wie ein guter Wein"
Nierfeld will in Freialdenhoven die Mannschaft der Stunde bleiben
Von MARKUS BRACKHAGEN
FUSSBALL Mittelrheinliga: Mit zehn Zählern aus den letzten vier Partien darf sich der SV Nierfeld mit Fug und Recht "Mannschaft der Stunde" nennen. Dennoch ist es der Elf von Coach Achim Züll noch nicht gelungen, die Abstiegsplätze zu verlassen.
Allerdings sind die Aussichten, dass dies in den nächsten Wochen klappt, ausgesprochen gut. Da die Liga in dieser Spielzeit beängstigend ausgeglichen ist, trennen die Schwarz-Weißen nur drei Punkte vom Tabellenfünften - ein gewaltiger Sprung ist also bei den entsprechenden Resultaten durchaus möglich.
"Wir wollen in der Hinrunde mindestens 20 Punkte holen", berichtet Trainer Züll "denn 40 braucht man am Ende wohl, um in der Klasse zu bleiben." Setzen die Nierfelder beim Gastspiel in Freialdenhoven ihre Erfolgsserie fort, wäre man auf dem besten Weg, das gesteckte Etappenziel zu erreichen.
Für den Umstand, dass es im Augenblick so hervorragend läuft, macht Züll sowohl die im Vergleich zum Saisonbeginn deutlich stabilere Defensive als auch die Lockerheit innerhalb des Teams verantwortlich. "Im vergangenen Jahr hatten wir nicht den Druck, aufsteigen zu müssen; in diesem Jahr müssen wir nicht auf Biegen und Brechen in der Liga bleiben. Das macht es gerade den jungen Spielern, die sich wie die ganze Mannschaft mittlerweile an das Niveau gewöhnt haben, wesentlich leichter."
Einen großen Anteil an den Resultaten hat auch Torwart Dirk Scheer, der erst durch die Verletzung von Stammkraft Timo Vergaro zwischen die Pfosten gerückt ist und seinen dritten Frühling erlebt. "Dirk ist wie ein guter Wein, er wird mit jedem Jahr besser", adelt Züll den zuverlässigen Routinier.
Die Umstellung auf drei Übungseinheiten pro Woche scheint also nicht nur den Feldspielern, sondern auch dem Schlussmann gut zu tun. Deshalb wird sich Vergaro, der nach seinem Mittelfußbruch das Lauftraining wieder aufgenommen hat, auch gewaltig ins Zeug legen müssen, um das Vereins-Urgestein auf die Bank zu verdrängen.
Auf anderen Positionen ist der Konkurrenzkampf schon in vollem Gange: So duellieren sich Bernd Jansen und Thomas Kirch um den Platz in der Startelf, den Dominik Peiffer (Lehrgang) frei macht.














