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Nierfeld gewinnt Lokalderby gegen etsc

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Quelle: KSTA.de

Der Jubel der Anderen

Von Marc Grospitz

Die gute Laune in Euskichen nach dem ersten Saisonsieg ist nicht von langer Dauer: Der TSC Euskirchen unterliegt im Derby der Fußball-Mittelrheinliga dem SV Nierfeld mit 0:2.

Daniel Thonke
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Kein Durchkommen: Zwei Nierfelder Gegenspieler lassen ETSC-Angreifer Daniel Thonke nicht zur Entfaltung kommen. (Bild: Düster)
Kreis Euskirchen - Es sollte der lang ersehnte Befreiungsschlag werden. Nach dem 2:0-Sieg am Donnerstag im Nachholspiel gegen Brühl wollten die Mittelrheinliga-Fußballer des Euskirchener TSC im Derby gegen den SV Nierfeld nachlegen. Doch dieser Tag gehörte mal wieder den Anderen. Die Nachbarn aus Gemünd stürmten nach dem Abpfiff jubelnd den Platz, bildeten den obligatorischen Mannschaftskreis und stimmten ihren Siegesgesang an. Der SV Nierfeld hatte in Euskirchen nicht unverdient mit 2:0 gewonnen und bei den Gastgebern den dreitägigen Optimismus jäh beendet.

Bereits nach zwölf Minuten befanden sich die Gäste auf Siegeskurs. Nach einem lang geschlagenen Freistoß aus der eigenen Hälfte verlängerte der Nierfelder Oliver Manteuffel den Ball mit dem Kopf und Michael Jansen verwertete die Vorarbeit zum etwas überraschenden 1:0 für das SVN-Team von Trainer Achim Züll. Es war der erste Schuss der Nierfelder auf das Euskirchener Tor. Bis dahin hatten die Platzherren etwas mehr investiert, wenn auch ohne gefährlich zu sein. Das Züll-Team stand taktisch diszipliniert und verschob seine beiden Viererketten geschickt.

Auch in der Folgezeit hatte der ETSC etwas mehr vom Spiel und eine gute Chance zum 1:1 durch Sebastian Golz, doch der Ball wollte nicht über die Torlinie. Nierfeld blieb bei Kontern gefährlich und wurde zusehends mutiger.

In der 38. Spielminute war es erneut der überragende Oliver Manteuffel, der sich den Ball erkämpfte, nach vorne brachte und abspielte, ehe er das Spielgerät wieder forderte und mit einem sehenswerten Zuspiel Dominik Wergen fand. Was dann folgte war ein Sahnestück: Zuerst ließ Wergen Stefan Kuchem im ETSC-Strafraum aussteigen, dann lupfte er den Ball auch noch im Fünfmeter-Raum gefühlvoll über ETSC-Keeper Sascha Mertschat. Die Elf von Trainer Nino Flohe war sichtlich konsterniert und durfte froh sein, dass Nierfeld vor dem Wechsel nicht noch auf 3:0 erhöhte.

Nach der Pause hofften die ETSC-Anhänger auf eine Reaktion ihrer Mannschaft und die kam zumindest in Ansätzen. Coach Flohe hatte mit Richard Beerbaum und Peter Drosdziok weitere Offensivkräfte gebracht und einige Minuten lang stand nun Nierfelds Keeper Dirk Scheer im Mittelpunkt des Geschehens. Doch der Routiner bewies zum Leidwesen des ETSC eindrucksvoll, dass er noch nichts verlernt hat. Nachdem er bereits zwei-, dreimal gegen Daniel Thonke und Peter Drosdziok richtig gestanden hatte, parierte er auch einen Distanzschuss von Kuchem mit Bravour. Kurz darauf hatte er aber auch Glück, als ein Foulspiel von ihm an Thonke nicht mit einem Strafstoß geahndet wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass es für die Platzherren an diesem Nachmittag wohl sehr schwer werden würde, das Blatt noch zu wenden, zumal die Nierfelder auch immer wieder Nadelstiche setzten und die Vorentscheidung suchten.

In der Schlussphase blieben zwingenden Chancen des ETSC Mangelware. Als dann auch noch Beerbaum blutüberströmt nach einem Zweikampf das Feld verlassen hatte und die Euskirchener das Spiel in Unterzahl beenden mussten, da sie ihr Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatten, war die Partie entschieden.

ETSC: Mertschat, Kunst, Schroden, Kuchem, Rose, Golz (65. Saar), Jordan (53. Beerbaum), Kuzmanovic (49. Drosdziok), Dornbusch, Thonke, Halimi. Nierfeld: Scheer, Peiffer, Spilles, Löher, Scheidtweiler, Winkler, Leßenich (83. Marek), Georgi, Manteuffel, Wergen (70. Schleicher), Jansen (90. Salentin). Tore: 0:1 Jansen (12.), 0:2 Wergen (38.).

Quelle: Kölnische Rundschau

Nierfeld entscheidet Derby vor der Pause

Michael Jansen und Dominik Wergen treffen vor knapp 250 Besuchern im Euskirchener Auel

Von MARKUS BRACKHAGEN

FUSSBALL Mittelrheinliga: TSC Euskirchen - SV Nierfeld 0:2 (0:2). "Die Nummer eins im Kreis sind wir!", skandierten die Gästeakteure nach dem Schlusspfiff und wenigstens für den Augenblick kann man ihnen auch nicht widersprechen. Denn durch den Erfolg im Derby liegen die Schützlinge von Achim Züll in der Tabelle nun sechs Zähler vor dem Lokalrivalen und haben damit den Kontakt zur Nichtabstiegszone hergestellt.

Anders sieht die Lage für die Kreisstädter aus, die den Schwung des ersten Saisonsieges gegen Brühl nicht mitnehmen konnten und für die nächsten Wochen im Keller des Klassenspiegels festsitzen.

Vor allem in den ersten 45 Minuten kam die Elf von Nino Flohe nicht in Fahrt, weil man in den Zweikämpfen fast ständig den Kürzeren zog. Gerade im zentralen Mittelfeld dominierten die Nierfelder Pierre Winkler und Oliver Manteuffel gegen ihre Kontrahenten Jörg Jordan und Sebastian Golz. Aber auch die übrigen Akteure der Schwarz-Weißen wirkten in den direkten Duellen deutlich entschlossener und aggressiver als die Akteure des TSC Euskirchen.

Auf die erste Torszene mussten die knapp 250 Zuschauer bis zur zwölften Zeigerumdrehung warten, wurden dann aber gleich mit einem Treffer entschädigt. Thorsten Spilles brachte in seinem Startelfdebüt den Freistoß in Richtung Strafraum, Manteuffel setzte sich im Luftkampf gegen Golz durch, und Michael Jansen traf mit links genau ins rechte Eck. Die Gastgeber benötigten 22 Minuten, ehe sie erstmals im gegnerischen 16-Meter-Raum auftauchten. Der Freistoß von René Rose wurde aber ebenso abgewehrt wie kurz darauf der Distanzversuch von Golz. Abgeklärter und mit enormer Kaltschnäuzigkeit im Abschluss agierten die Nierfelder, die die Fehler in der Hintermannschaft der Platzherren sofort bestraften. Stefan Kuchem versuchte gegen Dominik Wergen zwar sein Bestes und konnte den ersten Versuch abblocken, doch den Abpraller nutzte der Torjäger zu einem klasse Heber über den chancenlosen Sascha Mertschat (39.). Eine Reaktion des TSC Euskirchen auf den Rückstand gab es durch Kuzmanovic im direkten Gegenzug, doch der Mittelfeldspieler verzog deutlich, so dass Dirk Scheer im SVN-Kasten nicht eingreifen musste. Dies änderte sich nach dem Seitentausch, als das Flohe-Team mehr Druck entwickelte und die Kontrolle übernahm. Allerdings fehlten in der stärksten Drangperiode zwischen der 60. und 70. Minute entweder die entscheidenden Zentimeter oder Scheer lief zu großer Form auf und lenkte das Spielgerät über das Tor.

Auch aus dem Zusammenprall mit Richard Beerbaum, bei dem der ETSC-Anhang gerne einen Elfmeterpfiff gehört hätte, ging der Schlussmann als Sieger hervor (65.). Es war eine richtige Entscheidung des souveränen Schiedsrichters Sören Schmitz (Bergheim), in dieser Szene keinen Strafstoß zu geben. Es blieb die letzte wirklich aufregende Angriffssituation der Kreisstädter, die in der Schlussphase nicht mehr zulegen konnten und am Ende verdient unterlagen.

"Es war insgesamt zu wenig, weil wir am Donnerstag Kräfte gelassen und wieder entscheidende Fehler gemacht haben", resümierte Nino Flohe. Sein Gegenüber Achim Züll durfte dagegen jubeln: "Meine Mannschaft hat frischer gewirkt und taktisch sehr clever gespielt."

Euskirchen: Mertschat, Rose, Kunst, Schroden, Kuchem, Golz (63. Saar), Jordan (54. Beerbaum), Dornbusch, Kuzmanovic (51. Drosdziok), Halimi, Thonke.

Nierfeld: Scheer, Löher, Scheidtweiler, Peiffer, Spilles, Winkler, Manteuffel, Leßenich (84. Marek), Georgi, Wergen (71. Schleicher), M. Jansen (90. Salentin).

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