Vorbericht Kreisliga A
Freitag, den 30. April 2010 um 06:32 Uhr
Kreisliga A
Hochspannung im Tabellenkeller
Von Otmar Reetz, 29.04.10, 17:02h
Kreis Euskirchen - Der Kampf um die beiden ersten Tabellenplätze der Fußball-Kreisliga A ist so gut wie entschieden. Der VfR Flamersheim hat nach seinem Sieg gegen den SSV Weilerswist am vergangenen Spieltag die letzten Zweifel beseitigt und auch der BC Bliesheim als nächster Verfolger punktet fleißig weiter. Flamersheim hat 13 Punkte Vorsprung auf den Dritten Weilerswist, während der Tabellenzweite Bliesheim sieben Zähler mehr als der SSV auf dem Konto hat. Zwar stehen noch fünf Spieltage aus, doch dürften die Würfel wohl bereits gefallen sein. So sieht es auch Christian Müller, einer der beiden Weilerswister Trainer. Unmittelbar nach der Niederlage in Flamersheim hatte er resignierend festgestellt: „Das war es wohl mit dem Aufstieg.“ Er und sein Kollege Michael Tummers wissen, Flamersheim ist bereits enteilt und auch Bliesheim dürfte nur noch mit sehr viel Glück einzuholen sein.Die Bliesheimer haben dagegen derweil noch die Chance, Meister zu werden. Außerdem hat der BCB auch weiterhin sehr gute Chancen, über die Quotientenregelung auch als Zweiter noch aufzusteigen. Mit einem Quotienten von 2,2 rangieren die Bliesheimer hinter RW Merl (Kreis Bonn) momentan auf Rang zwei. Bis zu vier Teams können über die Quotiententergelung in den neun Kreisen des FVM als Zweiter noch aufsteigen (siehe auch integrierter Artikel).
Droht die Spannung an der Spitze bereits nachzulassen, so bleibt sie am Tabellenende konstant hoch. Zwar ist die SG Nordeifel nur noch theoretisch vor dem Abstieg zu retten, doch haben die unmittelbar vor der SG rangierenden Teams noch allesamt realistische Chancen, das rettenden Ufer zu erreichen. Für den Vorletzten SV Nierfeld II spricht dabei, dass das Team im Meisterschaftsendspurt auf ehemalige Landesligafußballer (Löbach, Friedrich, Timm) zurückgreifen kann, die gerade in der Schlussphase der Meisterschaft durch ihre Routine der Reserve helfen könnten. Beim TuS Dom-Esch will sich Trainer Wolfgang Prieß derweil nicht mit einem Abstieg verabschieden und mobilisiert noch einmal alle Kräfte, um die Klasse zu halten. Die Reserve des Kaller SC befindet sich derweil weiterhin im freien Fall und hat von den genannten Teams die schlechtesten Aussichten, die Klasse zu halten. Trainer Andy Meis wird den KSC II verlassen, während seiner Mannschaft angesichts der jüngsten Ergebnisse der unbedingte Erfolgswille wohl bereits abhanden gekommen ist.
Nur wenig besser als Kall II (ein Punkt) schnitt nach der Winterpause die Mannschaft des SV Frauenberg ab, die nur sechs Zähler verbuchen konnte. SV-Trainer Bert Hilger kennt einige Ursachen für diese Misere. Ihm fehlen aus unterschiedlichen Gründen gleich vier wichtige Abwehrspieler. Torwart Michael Schorn konnte seine Form aus der Vorrunde nicht konservieren, zudem plagten den Frauenberger Keeper immer wieder Verletzungen. Dadurch haben die Frauenberger ihren ehemals sehr komfortablen Vorsprung (21 Punkte) auf die Abstiegsränge weitgehend verspielt. Momentan hat das Team nur noch sechs Zähler mehr auf dem Konto als der Vorletzte Nierfeld II (27 / 21). „Ich hoffe, dass wir am letzten Spieltag ein Endspiel um den Klassenerhalt gegen Dom-Esch vermeiden können“, erklärt SV-Trainer Hilger, der aber davon überzeugt ist, dass drei Punkte am Sonntag in Blessem seiner Mannschaft bereits den Ligaerhalt sichern würden.














